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Ironman Lanzarote abgesagt

Zunächst mal die gute Nachricht an alle, die starten wollen und jetzt bei der Überschrift erschrocken sind. Nein, das Rennen wurde nicht komplett abgesagt, es findet wie geplant statt 😉
Für mich allerdings nur als Zuschauer. Auch wenn ich inzwischen schon deutliche Verbesserungen im Bein spüre, bin ich nun schon seit 6 Wochen nicht mehr richtig gelaufen. Anfangs habe ich das Radtraining beibehalten, aber da ich bereits auf einem sehr hohen Niveau war, hätte ich sehr viel Zeit investieren müssen, um selbiges zu halten oder gar noch zu verbessern. Das war zwar ursprünglich auch der Plan, aber es fiel mir extrem schwer, mich mehrmals die Woche stundenlang zu quälen für einen Wettkampf, der wahrscheinlich gar nicht stattfinden wird. Also habe ich beschlossen, mich auf andere Dinge zu konzentrieren, die mir ebenfalls Spass machen und wichtig sind.
Auch wenn ich das Rennen auf Lanzarote sicher irgendwie durchstehen könnte, so sehe ich darin keinen Sinn: ich hatte für Lanzarote sehr hohe Ziele, welche ich nun definitiv nicht mehr erreichen kann. Selbst wenn ich mein Radtraining wie ursprünglich geplant durchgezogen hätte, und dann vielleicht mit einer Spitzenzeit vom Rad gestiegen wäre, so hätte ich den folgenden Wandertag psychisch garantiert nicht durchgestanden. Das Resultat wäre eine Aufgabe. Ich musste noch nie ein Rennen aufgeben, aber ich denke jeder, der bereits in den Genuss kam, muss das nicht noch einmal erleben. Fazit: ein Ergebnis, welches mich zufriedenstellen würde ist nicht zu erreichen. Darum werde ich die bereits gebuchte Reise mit meiner Freundin im All-Inclusive-Hotel andersweitig geniessen (soweit ich weiß ist Bier bis 23:00 Uhr im Preis drin 😉 ).

Momentan fahre ich neben dem täglichen Arbeitsweg sehr sporadisch Rad. Das Schwimmtraining läuft aber auf Hochtouren, erstaunlicherweise macht mir das derzeit auch am meisten Spass. Hier hagelt es Bestzeiten 🙂
Mit meiner Verletzung bin ich inzwischen auf einem Niveau, dass ich jeden zweiten Tag rund 30 Minuten laufe. Ich denke, dass ich hier in wenigen Wochen wieder voll einsteigen kann. Wie es dann wettkampftechnisch weitergeht weiß ich noch nicht. Allerdings macht mir das Laufen, speziell in reinen Laufwettkämpfen, so viel Spass, dass ich keine chronischen Verletzungen riskieren möchte. Darum gibt es für mich aus sportlicher Sicht momentan nur ein Ziel: vollständige Regeneration.

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Der Strich durch die Rechnung

Dass ich mich länger nicht mehr zu Wort gemeldet hat, liegt an der unschönen Entwicklung meines Trainings. Doch zunächst mal das Positive:

Meine Sorge, dass ich durch das reduzierte Schwimmtraining auf Lanzarote hier einen Rückschritt mache hat sich nicht bestätigt: Bereits wenige Tage nach meiner Rückkehr bin ich einen Test über 1000m geschwommen, und war nur 1 Sekunde langsamer als noch vor meiner Abreise. Inzwischen bin ich wieder voll im Schwimmtraining, sodass ich mir hier weitere kleine Fortschritte erhoffe. Der Schwerpunkt liegt jetzt auf Kraftausdauer und dem anvisierten Wettkampftempo.
Nach einer regenerativen Phase bin ich inzwischen wieder ins intensive Radtraining eingestiegen. Hier bin ich ebenfalls sehr zufrieden und spüre, wie meine Form immer besser wird. Außerdem bestätigt sich inzwischen der Sinn meines veränderten Radtrainings: ich habe im Winter viel Wert auf Tempo- und Krafttraining, ziemlich wenig jedoch auf Grundlagenausdauer gelegt. Hier war ich oft skeptisch, ob mir nicht doch irgendwann die ominöse „Grundlage“ fehlt, schließlich bin ich von den kurzen harten Einheiten relativ zügig zu den langen harten Einheiten übergegangen. Da ich jedoch gestern auf meiner „Nordschwarzwald-Ballerstrecke“ über 160km einen Schnitt jenseits von meinem Roth-Split gefahren bin – fast vollständig in Aeroposition – kann ich daraus zwei Dinge ableiten: zum einen, dass meine Radform ein gutes Stück besser ist als im Vorjahr. Da ich heute abgesehen von etwas schweren Beinen keinerlei Nachwehen habe, bin ich andererseits sicher, dass mir keine Grundlage in Form von langen lockeren Einheiten fehlt. Vermutlich machen sich hier so langsam meine angesammelten Lebenskilometer bezahlt.

Das große Sorgenkind ist derzeit jedoch die dritte, meine eigentlich stärkste Disziplin: bereits auf Lanzarote hatte ich beim laufen zeitweise ein mehr oder weniger starkes Zwicken im Bereich der rechten Wade. Jedoch wollte ich im Trainingslager keine zu langen Pausen einlegen, und beschloss somit, die Wade in der folgenden Regenerationsphase ordentlich auszukurieren. Jedoch bin ich inzwischen wieder seit 3 Wochen im Ländle und praktisch nicht gelaufen. Der Schmerz lässt zwar nach, aber meine regelmäßigen Laufversuche über 1-2km zeigen, dass ich hier noch lange nicht an dem Punkt bin, an meinen normalen Umfängen anzuknüpfen. Darum ist logischerweise auch der Halbmarathon am vergangenen Wochenende für mich ausgefallen.
Im Moment bleibt mir nichts anderes übrig, als hier abzuwarten. Schwimmen und radfahren werde ich wie geplant, zumal es hier gerade echt gut voran geht.

Wechsel zum AST Süßen

Nach jahrelanger Obdachlosigkeit hat sich nun endlich ein Verein meiner erbarmt und mich warmherzig aufgenommen: ab sofort starte ich für das Ausdauersportteam Süßen.

Nachdem ich in den letzten Wochen im Landkreis Göppingen durch die Winterlaufserie etwas aufgefallen bin, wurde ich vom den benachbarten Süßenern so heftig angeflirtet, dass ich einfach nicht widerstehen konnte 😉
Bereits des öfteren wurde ich nach Wettkämpfen von Vereinen angesprochen, warum ich denn bei halbwegs brauchbarer Leistung immer noch keinem Verein angehöre, und von deren Vorteilen profitieren möchte. Ehrlich gesagt bin ich bei dieser Frage immer etwas in Argumentationsnot geraten, da es dafür generell keinen Grund gab. Umgekehrt gab es für mich bisher einfach keinen Grund, einem Verein beizutreten, da ich auch auf eigene Faust zurechtkam. Außerdem lasse ich mir bei Planung und Durchführung des Trainings ungern etwas vorschreiben. Jedenfalls habe ich mich bisher immer mit einem freundlichen Lächeln und einem „ich überlegs mir“ aus dem Staub gemacht. Warum diesmal nicht ?


Einerseits glänzt das AST Süßen mit einigen Spitzenathleten im Bereich Triathlon. Besonders zu erwähnen sind hier Leute wie Michael Wetzel oder Marcus Büchler, welche sich mit Titeln wie ITU-Langdistanzweltmeister (Amateure), Ironman-Europameister (Amateure, Altersklasse) oder „sub9“-Zeiten auf Hawaii schmücken können. Gut möglich, dass es weitere Kandidaten desselben Kalibers gibt, doch ich kenne noch nicht alle Leute 🙂 Neben einzelnen herausstechenden Athleten ist der Verein seit längerem sowohl in der Baden-Württembergischen Landesliga als auch in der Bundesliga vertreten, was für ein starkes breites Feld spricht. Außerdem erfordet die in den Ligen herrschende Windschattenfreigabe, dass man entsprechend stark schwimmen kann. Da ich bekanntlich hier Schwächen habe, erhoffe ich mir, mich vor allem in der ersten Disziplin steigern zu können. Da es beim AST „über lange Jahre gezüchtete Eigengewächse“ gibt welche in Frankfurt mit den Profis aus dem Wasser steigen, bin ich hier recht optimistisch. Außerdem denke ich, dass mich das Team insgesamt weiterbringen kann, da ich einerseits von der Erfahrung von Trainer und Athleten für meine eigenen Pläne (Lanzarote) profitieren kann, andererseits bietet mir das AST neue Herausforderungen wie Ligawettkämpfe. In welcher Form ich hier teilnehmen werde und kann, wird sich noch zeigen.
Nicht zuletzt habe ich mich deshalb so entschieden, weil die Truppe auf mich einen sehr lockeren und sympathischen Eindruck macht. Diverse Bilder, welche in Facebook rumgeistern bestätigen meine Meinung, dass man – vorausgesetzt das Verhältnis stimmt – Leistungssport durchaus mit feuchtfröhlichem Feiern kombinieren kann – vielleicht nicht unbedingt zeitgleich. Ich freue mich jedenfalls auf neue Herausforderungen und jede Menge Spass.

Trainingslager Lanzarote: Rückblick

Dass ich nach meiner Rückkehr ins kalte Deutschland erstmal rumjammern werde, wie kalt es hier doch ist, war zu erwarten. Nicht unbedingt weil ich friere, sondern vor allem um allen hiergebliebenen nochmals zu verdeutlichen, dass ich die letzten Wochen tatsächlich bei Temperaturen jenseits der 20°C verbracht habe. Aber heute morgen fand ich die -2°C dann doch sehr unangenehm. Naja, in 9,5 Wochen bin ich ja schon wieder drüben 😛
Bevor es gestern wieder zurück in die Heimat ging, bin ich am Samstag wie angekündigt die Ironman-Radstrecke im potentiellen Wettkampftempo gefahren. Genauer gesagt handelte es sich hier bei nicht um das Wettkampftempo, welches sich aufgrund der Windverhältnisse sowieso nicht exakt bestimmen lässt, sondern vielmehr um die Wettkampfintensität, gemessen am Puls. Ich wollte mich hierfür an meinen Pulswerten aus Roth orientieren: Ziel war, einerseits meine mir selbst gesetzten Obergrenzen nicht zu überschreiten, sowie einen grob gleichen Durchschnittswert zu erzielen. Ersteres gelang mir, beim Durschnittspuls lag ich allerdings 5 Schläge unter dem Wert aus Roth, was jedoch aufgrund einiger flotter Abfahrten zu erwarten war. Damit lag die Fahrt nach meiner Einschätzung ungefähr in dem Intensitätsbereich, den ich im Wettkampf ebenfalls verkraften kann.
Nach gut 5,5 Stunden war der Spass vorbei, ich erreichte eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 32,6km/h. Gemessen an den vor kurzem prognostizierten 33 km/h Wettkampftempo klingt dies zunächst mal so als ob ich bereits voll im Soll bin, schließlich geht man den Wettkampf nochmals weitaus erholter an. Jedoch war der Wind an diesem Tag sehr schwach. Laut Wetterbericht wehte am Samstag nur ein 12 km/h schnelles Lüftchen, was man auf Lanzarote als gefühlte Windstille bezeichnen könnte. Da die rund 2500 Höhenmeter dadurch aber auch nicht weniger werden, bin ich damit zufrieden. Nun gilt es, auf dieser Basis die Wettkampfform aufzubauen: nach einigen Tagen Regeneration folgen die 8 wichtigsten und härtesten Wochen.

Für alle Interessierten will ich hier noch die Gesamtumfänge der beiden Wochen vermerken. Auch wenn Kilometerfressen nicht das primäre Ziel war, so sind doch vor allem beim Radfahren mit knapp 1.500 km ein paar Meterchen zusammengekommen. Geschwommen bin ich insgesamt rund 13 km, wobei ich bisher nicht beurteilen kann inwiefern mir hier die Formerhaltung geglückt ist. Jedenfalls bin ich mehr geschwommen als noch im Trainingslager vor einem Jahr. Außerdem war ich 2 Mal im Meer, und konnte mich somit schonmal etwas auf das einstellen was mich im Mai erwartet. Mit etwas mehr als 100 Lauf-km (in 2 Wochen) liege ich hier beinahe bei meinen normalen Umfängen. Auch die Intensität war fast gleichwertig mit der gewohnten. Dank meinem umfangreichen Radtraining im Vorfeld konnte ich also die Radumfänge so gut wegstecken, dass noch etwas Luft zum Laufen übrigblieb. Darum möchte ich auch – sofern meine Regeneration in den nächsten Tagen wie geplant abläuft – am 20.03. beim Magstadtlauf über die Halbmarathondistanz an den Start gehen.

Neben dem sehr effektiven Training hatten Günni, Nico und ich jede Menge Spass und konnten viel über andere, uns gegenseitig sowie uns selbst lachen. Dass man bei 14 Tagen auf engstem Raum (wenn wir nicht gerade auf dem Rad unterwegs waren) auch mal verschiedener Meinung ist liegt auf der Hand, doch unterm Strich haben wir uns bestens verstanden. Die Sache mit der Selbstverpflegung funktionierte weitaus besser und auch günstiger als von mir erwartet, wobei hierfür der besondere Dank unserem Koch Günni gilt !
Danke nochmals an euch beide, es hat sehr viel Spass gemacht, und ich würde jederzeit wieder mit euch wegfahren !

Trainingslager Lanzarote Teil 3

Was haben mein dritter Trainingsblock und meine Person momentan gemeinsam ? Beide sind geschafft ! Die vergangenen 3 Tage konnte ich sowohl Umfang als auch Intensität halten bzw. sogar noch etwas steigern. Da sich die Trainingsinhalte der Blöcke nicht wiederholen, ist ein Vergleich nicht immer sinnvoll möglich, doch unterm Strich konnte ich nochmals was drauflegen. Dennoch habe ich vor allem während der gestrigen Radausfahrt, welche den Block abschloss bemerkt, dass ich sowohl psychisch als auch physisch an meine Grenzen stoße. 2 Wochen sind bei intensivem Training einfach ein sehr langer Zeitraum.
Heute und morgen werde ich gar nicht bis locker trainieren. Geplant ist, lediglich etwas zu schwimmen und eventuell eine lockere kürzere Radtour mit Kaffeepäuschen. Am Samstag will ich dann wie bereits berichtet versuchen, die Ironman-Strecke am derzeitigen Limit zu fahren. „Derzeitig“ deshalb, weil ich momentan noch nicht in der Lage bin, die Strecke so hart zu fahren wie ich dies hoffentlich im Mai können werde. Außerdem weiß nicht, ob ich trotz der beiden Entlastungstage am Samstag bereits wieder soweit hergestellt bin, dass ich die 180 km wirklich hart fahren kann.
Unabhängig davon kann aber bereits zum jetzigen Zeitpunkt gesagt werden, dass mich die vergangenen beiden Wochen deutlich weitergebracht haben. Ein entgültiges Fazit möchte ich aber erst ziehen, wenn ich wieder zu Hause bin. Anbei noch ein paar Bilder der letzten Tage


Trainingslager Lanzarote Teil 2

Nach weiteren 3 harten Trainingstagen sowie einem etwas entspannteren Tag heute ist nun auch der zweite Block vollendet. Mensch und Material zeigen erste Ermüdungserscheinungen, doch noch ist nicht das Limit erreicht. Anbei ein kurzer Überblick über Block 2:
Am Donnerstag stand zunächst wie bereits erwähnt eine intensive Laufeinheit in Form eines Intervalltrainings auf dem Plan. Nachmittags folgte auf dem Rad eine Kraftausdauertraining am Berg. Nach diesem intensiven Tag legte ich den Schwerpunkt am Freitag auf Umfang: ich fuhr wie bereits berichtet die Ironman-Radstrecke ab. Eine kurze Schwimmeinheit im Pool rundete den Tag ab. Gestern Vormittag lief ich dann 35km auf der Ironman-Laufstrecke. Der Grund hierfür war weniger das Kennenlernen der Strecke sondern viel mehr das Durchführen eines Langen Laufs mit der Vorbelastung von 180km Radfahren in den Beinen. Dennoch war der Lauf von ordentlicher Qualität. Danach sollte noch eine knackige kraftlastige Radeinheit folgen, da mich der vorangehende Lauf aber doch mehr schlauchte als zunächst angenommen, verkürzte ich das Radfahren etwas und kam an diesem Tag nur auf rund 60km. Abgesehen vom Training habe ich meinen ersten „Lanzarotischen Platten“ zu vermelden. Aufgrund der Straßenzustände die hier teilweise vorherrschen und der bereits absolvierten Kilometer ist dies aber eine gute Bilanz. Festgestellt habe ich das Malheur bei 54 km/h. Wohl demjenigen, der auch dann noch in der Lage ist ein fast unkontrollierbares Geschoss sicher zum Stehen zu bringen 🙂
Heute bin ich mit dem Rad gemütlich ins „La Santa“ gefahren um in dem 50m-Becken dort wieder einmal eine richtige Schwimmeinheit absolvieren zu können. 4,7km sinds geworden. Auch wenn ich nicht zum Schwimmen nach Lanzarote gegangen bin, so muss ich doch sagen, dass eine rund 1,5-stündige Einheit ganz allein auf einer Bahn, während über einem der wolkenlose blaue Himmel erstrahlt, etwas anderes ist als zu Hause in der Halle. Aufgrund des Gruppenzwangs unserer Trainingsgemeinschaft war ich heute nachmittag sogar noch zusätzlich für ein halbes Stündchen im Meer schwimmen.
So langsam machen sich erste Anzeichen von Erschöpfung bemerkbar, aber ich denke, dass ich in den folgenden 3 Tagen noch etwas an Umfang und Intensität draufpacken kann. Anschließend sollen 2 lockere Tage folgen, bevor ich dann an unserem letzten Tag die Ironman-Strecke nochmals richtig auf Zug fahren will.

Ironman Lanzarote: Die Radstrecke


Meine Beziehung zur Ironman-Radstrecke kann man inzwischen als eine Hassliebe bezeichnen: bevor ich mich ernsthaft mit der Strecke auseinandersetzte wusste ich im Grunde nur, dass es sich um eine der weltweit härtesten Strecken handeln soll. Die Begründung dafür liegt in den Höhenmeten und den Windverhältnissen. Nachdem ich dann im Trainingslager 2010 die Strecke erstmalig abgefahren bin, entschied ich mich aufgrund der Schönheit und des Anspruchs dieses Kurses, im Jahr 2011 diesen Wettkampf zu bestreiten. Durch Abfahren wird die Strecke greifbarer, der vom Hörensagen ach so anspruchsvolle Kurs erscheint einem plötzlich gar nicht mehr so schlimm. Doch je mehr ich mir inzwischen Gedanken über mögliche Radzeiten und deren Realisierbarkeit mache, desto mehr gewinne ich wieder den ursprünglichen Respekt. Hinzu kommt, dass diese Strecke nicht nur vom sportlichen Anspruch her enorm ist, sie ist auch wirklich nicht ungefährlich und Anfängern meiner Meinung nach nicht zu empfehlen: während einerseits der Wind vor allem beim Benutzen von Hochprofilfelgen zum echten Problem werden kann, sind die schnellen Abfahrten auf teils sehr holprigen Asphalt ein anderes Thema. Wenn beides zusammenkommt wird’s natürlich dann besonders lustig.
Im folgenden will ich mal „die Hosen runter lassen“ und meine momentanen Soll- und Istdaten einander gegenüberstellen:
Für Mai träume ich derzeit von einer Radzeit um die 5:30, das entspräche einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 33km/h. Gestern bin ich die Strecke vollständig abgefahren. Geplant war, sie im unteren GA1 zurückzulegen, allerdings bin ich sie dann doch etwas schneller gefahren. Heraus kam dabei eine Durchschnittsgeschwindigkiet von 29,7 km/h. Der Puls lag dabei exakt 10 Schläge unter meinem Radpuls aus Roth. Ich denke, dies ist ein erster Anhaltspunkt. Auch wenn das klassische Kraftausdauertraining, welches letzten Endes formbestimmend ist, noch aussteht, so hat mir die gestrige Ausfahrt doch gezeigt, wie weit entfernt ich von meiner Zielzeit noch bin. Dennoch halte ich selbige nicht für unmöglich.
Ich plane, den Ironman-Kurs in einer Woche als Abschlusseinheit des Trainingslagers nochmals abzufahren, dann allerdings mit einem Puls wie in Roth. Ob ich dazu bereits in der Lage bin weiß ich nicht, aber ich werde es herausfinden 🙂