7. Rang beim Transvorarlberg-Triathlon

Aufgrund der bereits angedeuteten Einschränkungen beim Lauftraining in den letzten Wochen war meine Erwartungshaltung für das gestrige Rennen etwas gedämpft. Außerdem hatte ich in den letzten Wochen auch immer wieder mit etwas Motivationsmangel zu kämpfen, da die Saison für mich nun doch schon sehr lange geht. Da kam mir so ein Hammer wie gestern gerade gelegen, denn der Fuß hat gut gehalten, und die Motivation passt auch wieder.

Pünktlich um 8:00 Uhr ging es im 19°C warmen Bodensee los. Für die 1,2km lange Schwimmstrecke benötigte ich 0:19:13 und saß als 22. auf dem Rad. Auch wenn die Zeit nicht ganz meinen Erwartungen entsprach, die Platzierung passt, und wenn man der GPS-Messung meines Garmins glauben kann, war die Strecke sowieso rund 100m zu lang.

Es folgte die 94km lange Radstrecke, welche von Bregenz über einige kleinere Anstiege und schließlich über den Hochtannbergpass (1.675m) nach Lech führt. Der Transvorarlberg-Triathlon ist eigentlich für schlechtes Wetter bekannt, deshalb war die Vorhersage eines „Sonne-Wolken-Mix“ schon recht vielversprechend. Von oben bin ich während des gesamten Rennens trocken geblieben, allerdings war die zweite Hälfte der Radstrecke im dichten Nebel, weshalb die Straße nass und abfahren somit nicht ganz ungefährlich war. Ich konnte mich von meinem anfänglich 22. Rang stetig nach vorn arbeiten, so wie ich das ja inzwischen gewohnt bin. Zwar hatte ich vor dem Pass das Gefühl, bereits zu hart gefahren zu sein und am Hochtannberg zurückzufallen, das Gegenteil war jedoch der Fall: ich konnte mich von der Gruppe lösen, in welcher ich bis dahin unterwegs war und weitere Plätze gutmachen. Nach 3:01:21 erreichte ich auf Position 8 die Wechselzone in Lech. Leistungsdaten vom Radfahren gibt es hier.

Jetzt wurde es aufgrund der fehlenden Laufkilometer spannend. Die Laufstrecke von 2x6km geht über Asphalt, Schotter und Wiesen, von flach bis sausteil ist alles dabei. Man kommt nur an wenigen Passagen in einen richtigen Rhythmus. Gemeinsam mit 2 weiteren Athleten ging es zu dritt (Plätze 8-10) auf die erste Runde. Aufgrund meiner TOP-10-Platzierung nach dem Radfahren wollte ich diese um jeden Preis halten. Während einer der beiden schnell abgehängt war, lief ich mit dem anderen hartnäckigen Kollegen die ersten Kilometer Seite an Seite. Irgendwann konnte er sich leicht absetzen, jedoch stellte ich schnell fest, dass er wirklich noch mehr Körner als ich hatte, weshalb ich ihn leider ziehen lassen musste. 2 weitere Athleten vor uns fielen zurück, sodass ich die zweite Hälfte des Laufs als 7. absolvierte und diesen Platz auch sicher mit einer Zeit von 0:49:01 ins Ziel brachte. Was ich erst im Ziel erfuhr: ich hatte damit die viertschnellste Laufzeit des Tages, was für mich immer noch eine absolute Überraschung ist, da ich mich eigentlich auf den „sterbenden Schwan“ beim Laufen eingestellt hatte. Für das gesamte Rennen benötigte ich 4:13:10.

Alle Ergebnisse gibt es hier.

Fazit: Leider knapp an den Preisgeldrängen vorbei aber dennoch hochzufrieden. Auch über die Platzierung hinaus fühlt man sich schon ernst genommen, wenn man nicht einmal 15 Minuten nach dem Sieger durchs Ziel fliegt.

Die fehlenden Laufkilometer habe ich gestern nicht bemerkt, heute spüre ich sie jedoch in jeder Faser meiner Wadenmuskulatur. Jetzt hoffe ich, dass mein Lauftraining nach Plan verläuft. Beim Rest muss ich am Training nicht viel anpassen, ich bin auf Kurs.

Die Saison ist fast um. Es steht nur noch ein Rennen bevor. Der IRONMAN Hawaii. Fühlt sich irgendwie geil an! 😉
9ead734090

 

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