Gesamt-Fünfter beim Einstein-Triathlon Ulm: Hawaii kann kommen!

Viel habe ich im Vorfeld gerechnet und prognostiziert und habe dadurch eine Top-10-Platzierung als mein hohes, aber erreichbares Ziel für den Einstein-Triathlon Ulm definiert. Den auferlegten Druck manches Vereinskollegen, dass „Top 5 drin sein müsste“ habe ich erfolgreich ignoriert. Dass es dann exakt Platz 5 geworden ist hätte ich nicht für möglich gehalten und ich freue mich sehr über dieses grandiose Ergebnis.

Bereits am Vortag war ich extrem entspannt dafür, dass ein doch relativ langer und mir persönlich auch wichtiger Wettkampf bevorstand. So konnte ich auch in der Nacht auf Sonntag sehr gut schlafen und fühlte mich gut erholt. Während der Wetterbericht in den Vortagen alles mögliche vorhersagte, war es nun eindeutig: es wird ein nasser Tag, und das nicht nur beim Schwimmen.

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Um 9:45 Uhr ging es in der 14,x°C warmen Donau also mit der 3,4 km langen Schwimmstrecke los, welche jedoch aufgrund der Strömung ungefähr einer Strecke von 2,0 km entsprach. Ich kam schnell in einen guten Rhythmus und fühlte mich wohl im Wasser. Jedoch musste ich praktisch die gesamte Strecke alleine zurücklegen: vor mir bildete sich eine größere Gruppe, welche jedoch zu weit von mir entfernt war, hinter mir hatte ich immer mal wieder ein paar Finger an den Füßen, jedoch konnte ich nicht vom Wasserschatten anderer Athleten profitieren da keiner überholt hat und ich mit meinem Tempo eigentlich auch gut zurecht kam. Nach 0:30:46 hatte ich die erste Disziplin als 15. (26. unter Berücksichtigung späterer Startgruppen) beendet.

Die nun folgende, sehr abwechslungsreiche Radstrecke besteht im Wesentlichen aus einem 13 km langen Flachstück, gefolgt von einem gut profilierten 2. Teil mit einigen richtig steilen Rampen. Insgesamt waren 2 Runden a 40 km zurückzulegen. Ich hatte ordentlich Druck in den Beinen und konnte in der ersten Radrunde einige Plätze nach vorne fahren. Während hier die Straße aufgrund des Regens noch komplett nass und somit Vorsicht auf den rasanten Abfahrten geboten war, hatte es inzwischen aufgehört zu regnen und die zweite Runde war sowohl von oben als auch von unten deutlich trockener. Nun fuhr ich in einer Gruppe mit 2 weiteren Athleten auf den Positionen 5-7, darunter auch Rainer Aumann, der spätere Sieger. Vorgenommen hatte ich mir, rund 270 Watt zu drücken, am Ende hatte ich 277 Watt (293 Watt normalisiert) auf der Uhr. Garmin-Daten vom Radfahren gibt es hier. Nach 2:13:30 stieg ich als 5. vom Rad und wechselte mit den beiden Konkurrenten gemeinsam auf die Laufstrecke.

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Auch wenn ich die zweite Runde etwas passiver und taktischer angegangen bin als die erste (mein primäres Ziel war, innerhalb der Top 10 zu finishen), hatte ich doch ordentlichen Respekt vor dem noch anstehenden 20-km-Lauf, ungewiss was die Beine noch hergeben. Im Nachhinein muss ich jedoch einmal mehr erkennen, dass ich bei ausreichender (oder gefühlt deutlich übermäßiger) Ernährung auf dem Rad den anschließenden Lauf deutlich über meinen eigenen Erwartungen runterspulen kann.

Der Plan war, den Lauf mit einem Tempo von ungefähr 4:00/km zu absolvieren, daran habe ich mich auch gehalten. Jedoch musste ich die beiden anderen Jungs schon kurz nach dem Start ziehen lassen, da beide deutlich schneller gelaufen sind – wie sonst hätte Rainer noch einen Sieg erzielen können. 🙂 Die flache Strecke entlang der Donau bewältigte ich als 6. mit viel Luft nach vorne und hinten. Auf der letzten Runde tauchte jedoch für mich überraschend doch noch ein Konkurrent vor mir auf, welchen ich überholen konnte und somit den 5. Platz ins Ziel brachte. Auch wenn ich gegen Ende etwas langsamer wurde bin ich mit dem Lauf in 1:17:30 sehr zufrieden.

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Unterm Strich wurde ich in einer Zeit von 4:05:45 Gesamt-Fünfter. Glückwunsch an meine AST-Teamkollegen Nicole Schneider, die das Frauenrennen gewann, Michael Wetzel (starker 2. Platz), Armin Aichinger (25. Platz bei seiner Mitteldistanz-Premiere), Steffen Holder (34. Platz) und Simon Weißenfels (88. Platz). Alle Ergebnisse gibt es hier.

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Das Rennen war ein toller Test für Hawaii. Das schöne an Mitteldistanzen ist aus meiner Sicht das hohe Tempo, welches man trotz relativ langer Renndauer gehen kann. Vor allem beim Radfahren geniesse ich es, mit „richtig fett Druck“ durch die Ortschaften zu ballern. So hatte ich trotz teilweise schlechtem Wetter jede Menge Spaß während des Rennens.

Einen Satz habe ich gestern und heute besonders oft von anderen Athleten gehört: „Jetzt kann Hawaii kommen!“

Ja! Definitiv! I am ready! 😉

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