Der Strich durch die Rechnung

Dass ich mich länger nicht mehr zu Wort gemeldet hat, liegt an der unschönen Entwicklung meines Trainings. Doch zunächst mal das Positive:

Meine Sorge, dass ich durch das reduzierte Schwimmtraining auf Lanzarote hier einen Rückschritt mache hat sich nicht bestätigt: Bereits wenige Tage nach meiner Rückkehr bin ich einen Test über 1000m geschwommen, und war nur 1 Sekunde langsamer als noch vor meiner Abreise. Inzwischen bin ich wieder voll im Schwimmtraining, sodass ich mir hier weitere kleine Fortschritte erhoffe. Der Schwerpunkt liegt jetzt auf Kraftausdauer und dem anvisierten Wettkampftempo.
Nach einer regenerativen Phase bin ich inzwischen wieder ins intensive Radtraining eingestiegen. Hier bin ich ebenfalls sehr zufrieden und spüre, wie meine Form immer besser wird. Außerdem bestätigt sich inzwischen der Sinn meines veränderten Radtrainings: ich habe im Winter viel Wert auf Tempo- und Krafttraining, ziemlich wenig jedoch auf Grundlagenausdauer gelegt. Hier war ich oft skeptisch, ob mir nicht doch irgendwann die ominöse „Grundlage“ fehlt, schließlich bin ich von den kurzen harten Einheiten relativ zügig zu den langen harten Einheiten übergegangen. Da ich jedoch gestern auf meiner „Nordschwarzwald-Ballerstrecke“ über 160km einen Schnitt jenseits von meinem Roth-Split gefahren bin – fast vollständig in Aeroposition – kann ich daraus zwei Dinge ableiten: zum einen, dass meine Radform ein gutes Stück besser ist als im Vorjahr. Da ich heute abgesehen von etwas schweren Beinen keinerlei Nachwehen habe, bin ich andererseits sicher, dass mir keine Grundlage in Form von langen lockeren Einheiten fehlt. Vermutlich machen sich hier so langsam meine angesammelten Lebenskilometer bezahlt.

Das große Sorgenkind ist derzeit jedoch die dritte, meine eigentlich stärkste Disziplin: bereits auf Lanzarote hatte ich beim laufen zeitweise ein mehr oder weniger starkes Zwicken im Bereich der rechten Wade. Jedoch wollte ich im Trainingslager keine zu langen Pausen einlegen, und beschloss somit, die Wade in der folgenden Regenerationsphase ordentlich auszukurieren. Jedoch bin ich inzwischen wieder seit 3 Wochen im Ländle und praktisch nicht gelaufen. Der Schmerz lässt zwar nach, aber meine regelmäßigen Laufversuche über 1-2km zeigen, dass ich hier noch lange nicht an dem Punkt bin, an meinen normalen Umfängen anzuknüpfen. Darum ist logischerweise auch der Halbmarathon am vergangenen Wochenende für mich ausgefallen.
Im Moment bleibt mir nichts anderes übrig, als hier abzuwarten. Schwimmen und radfahren werde ich wie geplant, zumal es hier gerade echt gut voran geht.

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2 Kommentare zu “Der Strich durch die Rechnung”

  1. Bei einer Wadenverletzung können schon 1-2 Km zu viel sein. Also konsequent mindestens zwei Wochen nicht laufen, Beine hoch legen, dann klappt es schon wieder. Viel Glück auf Lanzarote.

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