Trainingslager Lanzarote: Rückblick

Dass ich nach meiner Rückkehr ins kalte Deutschland erstmal rumjammern werde, wie kalt es hier doch ist, war zu erwarten. Nicht unbedingt weil ich friere, sondern vor allem um allen hiergebliebenen nochmals zu verdeutlichen, dass ich die letzten Wochen tatsächlich bei Temperaturen jenseits der 20°C verbracht habe. Aber heute morgen fand ich die -2°C dann doch sehr unangenehm. Naja, in 9,5 Wochen bin ich ja schon wieder drüben 😛
Bevor es gestern wieder zurück in die Heimat ging, bin ich am Samstag wie angekündigt die Ironman-Radstrecke im potentiellen Wettkampftempo gefahren. Genauer gesagt handelte es sich hier bei nicht um das Wettkampftempo, welches sich aufgrund der Windverhältnisse sowieso nicht exakt bestimmen lässt, sondern vielmehr um die Wettkampfintensität, gemessen am Puls. Ich wollte mich hierfür an meinen Pulswerten aus Roth orientieren: Ziel war, einerseits meine mir selbst gesetzten Obergrenzen nicht zu überschreiten, sowie einen grob gleichen Durchschnittswert zu erzielen. Ersteres gelang mir, beim Durschnittspuls lag ich allerdings 5 Schläge unter dem Wert aus Roth, was jedoch aufgrund einiger flotter Abfahrten zu erwarten war. Damit lag die Fahrt nach meiner Einschätzung ungefähr in dem Intensitätsbereich, den ich im Wettkampf ebenfalls verkraften kann.
Nach gut 5,5 Stunden war der Spass vorbei, ich erreichte eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 32,6km/h. Gemessen an den vor kurzem prognostizierten 33 km/h Wettkampftempo klingt dies zunächst mal so als ob ich bereits voll im Soll bin, schließlich geht man den Wettkampf nochmals weitaus erholter an. Jedoch war der Wind an diesem Tag sehr schwach. Laut Wetterbericht wehte am Samstag nur ein 12 km/h schnelles Lüftchen, was man auf Lanzarote als gefühlte Windstille bezeichnen könnte. Da die rund 2500 Höhenmeter dadurch aber auch nicht weniger werden, bin ich damit zufrieden. Nun gilt es, auf dieser Basis die Wettkampfform aufzubauen: nach einigen Tagen Regeneration folgen die 8 wichtigsten und härtesten Wochen.

Für alle Interessierten will ich hier noch die Gesamtumfänge der beiden Wochen vermerken. Auch wenn Kilometerfressen nicht das primäre Ziel war, so sind doch vor allem beim Radfahren mit knapp 1.500 km ein paar Meterchen zusammengekommen. Geschwommen bin ich insgesamt rund 13 km, wobei ich bisher nicht beurteilen kann inwiefern mir hier die Formerhaltung geglückt ist. Jedenfalls bin ich mehr geschwommen als noch im Trainingslager vor einem Jahr. Außerdem war ich 2 Mal im Meer, und konnte mich somit schonmal etwas auf das einstellen was mich im Mai erwartet. Mit etwas mehr als 100 Lauf-km (in 2 Wochen) liege ich hier beinahe bei meinen normalen Umfängen. Auch die Intensität war fast gleichwertig mit der gewohnten. Dank meinem umfangreichen Radtraining im Vorfeld konnte ich also die Radumfänge so gut wegstecken, dass noch etwas Luft zum Laufen übrigblieb. Darum möchte ich auch – sofern meine Regeneration in den nächsten Tagen wie geplant abläuft – am 20.03. beim Magstadtlauf über die Halbmarathondistanz an den Start gehen.

Neben dem sehr effektiven Training hatten Günni, Nico und ich jede Menge Spass und konnten viel über andere, uns gegenseitig sowie uns selbst lachen. Dass man bei 14 Tagen auf engstem Raum (wenn wir nicht gerade auf dem Rad unterwegs waren) auch mal verschiedener Meinung ist liegt auf der Hand, doch unterm Strich haben wir uns bestens verstanden. Die Sache mit der Selbstverpflegung funktionierte weitaus besser und auch günstiger als von mir erwartet, wobei hierfür der besondere Dank unserem Koch Günni gilt !
Danke nochmals an euch beide, es hat sehr viel Spass gemacht, und ich würde jederzeit wieder mit euch wegfahren !

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Ein Kommentar zu “Trainingslager Lanzarote: Rückblick”

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