Ironman Lanzarote: Die Radstrecke


Meine Beziehung zur Ironman-Radstrecke kann man inzwischen als eine Hassliebe bezeichnen: bevor ich mich ernsthaft mit der Strecke auseinandersetzte wusste ich im Grunde nur, dass es sich um eine der weltweit härtesten Strecken handeln soll. Die Begründung dafür liegt in den Höhenmeten und den Windverhältnissen. Nachdem ich dann im Trainingslager 2010 die Strecke erstmalig abgefahren bin, entschied ich mich aufgrund der Schönheit und des Anspruchs dieses Kurses, im Jahr 2011 diesen Wettkampf zu bestreiten. Durch Abfahren wird die Strecke greifbarer, der vom Hörensagen ach so anspruchsvolle Kurs erscheint einem plötzlich gar nicht mehr so schlimm. Doch je mehr ich mir inzwischen Gedanken über mögliche Radzeiten und deren Realisierbarkeit mache, desto mehr gewinne ich wieder den ursprünglichen Respekt. Hinzu kommt, dass diese Strecke nicht nur vom sportlichen Anspruch her enorm ist, sie ist auch wirklich nicht ungefährlich und Anfängern meiner Meinung nach nicht zu empfehlen: während einerseits der Wind vor allem beim Benutzen von Hochprofilfelgen zum echten Problem werden kann, sind die schnellen Abfahrten auf teils sehr holprigen Asphalt ein anderes Thema. Wenn beides zusammenkommt wird’s natürlich dann besonders lustig.
Im folgenden will ich mal „die Hosen runter lassen“ und meine momentanen Soll- und Istdaten einander gegenüberstellen:
Für Mai träume ich derzeit von einer Radzeit um die 5:30, das entspräche einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 33km/h. Gestern bin ich die Strecke vollständig abgefahren. Geplant war, sie im unteren GA1 zurückzulegen, allerdings bin ich sie dann doch etwas schneller gefahren. Heraus kam dabei eine Durchschnittsgeschwindigkiet von 29,7 km/h. Der Puls lag dabei exakt 10 Schläge unter meinem Radpuls aus Roth. Ich denke, dies ist ein erster Anhaltspunkt. Auch wenn das klassische Kraftausdauertraining, welches letzten Endes formbestimmend ist, noch aussteht, so hat mir die gestrige Ausfahrt doch gezeigt, wie weit entfernt ich von meiner Zielzeit noch bin. Dennoch halte ich selbige nicht für unmöglich.
Ich plane, den Ironman-Kurs in einer Woche als Abschlusseinheit des Trainingslagers nochmals abzufahren, dann allerdings mit einem Puls wie in Roth. Ob ich dazu bereits in der Lage bin weiß ich nicht, aber ich werde es herausfinden 🙂

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